|
Ausstellung
30.05.2009 - 23.08.2009
Glasmuseum Hentrich
im museum kunst palast Goldrubinglas
Rot ist eine schwierige Farbe. Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckte der Alchemist Johann Rudolf Glauber, dass in Lösung gebrachtes Gold unter Beimischung von Zinn eine leuchtend purpurrote Farbe annimmt und Glas rubinrot zu färben vermag.
Die Farbe Rot und die Alchemie Glauber war weniger von dem schönen Rot fasziniert, als vielmehr von dem Umstand, dass kleinste Spuren von Gold Glas in großen Mengen intensiv zu färben vermögen. Er glaubte, dass ihm eine Metallumwandlung gelungen war und versuchte – allerdings vergeblich! – die rote Farbe dem Glas wieder zu entziehen, um möglicherweise sogar dem Stein der Weisen auf die Spur zu kommen. Goldrubinglas in Hüttenproduktion Der Glasmacher und Alchemist Johann Kunckel übertrug das Experiment Glaubers in Brandenburg auf die Hüttenproduktion und so entsanden in Potsdam in den 1680er Jahren die ersten Goldrubingläser. Sie lösten großen Enthusiasmus aus, und die Fürsten des Heiligen Römischen Reiches trachteten danach, solche Gläser für ihre Sammlungen zu bekommen, oder sie gar in ihren Landen herstellen zu lassen. Sammlungen in der Schau Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Privatsammlung von Goldrubingläsern der Barockzeit aus Berlin, die noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt worden ist. Zudem werden die Goldrubingläser des Glasmuseum Hentrich in den Blick gerückt, die zum Besten gehören, was die Düsseldorfer Sammlung an Glaskunst des 17. und 18. Jahrhunderts zu bieten hat. Zur Presselounge | ![]() Deckelbecher mit Jahreszeitemblemen Vermutlich Böhmen, um 1700; Glasschnitt möglicherweise Schlesien. Glasmuseum Hentrich / museum kunst palast, Düsseldorf |

